Prokrastinieren und die Sehnsucht nach Vertiefung

 « Ideen sind wie Fische. Wenn du den kleinen Fisch fangen willst, kannst du im seichten Wasser bleiben. Aber wenn du den grossen Fisch fangen willst, musst du in die Tiefe gehen.»

David Lynch, Filmemacher

 Deep Work | Konzentriert Arbeiten | Prokrastination | Konzentrationsschwierigkeiten | Unkonzentriert | ADHS

Vertiefung ist die Voraussetzung

Wie finden wir zurück in einen Zustand tiefer Konzentration, in der wir alles andere vergessen und eine fast schon anmutig erscheinende «in uns Geschlossenheit» erleben. Einen Zustand, so leicht und mühelos wie das Ein-und Ausatmen, schwerelos und gleichzeitig verankert, verbunden, im Innen wie im Aussen. So, wie ein Kind, das ungestört seinen Neigungen und Interessen nachgeht, ohne sich zu scheren, was um es herum passiert, immer vorausgesetzt, dass man es lässt. Denn Vertiefung ist die Voraussetzung für echte Bildung: »Sie mag uns zu vielem nützlich sein, doch sie dient zu nichts. Bildung ist unsere gelebte Neugier und nicht etwa unsere Zurichtung für eine Karriere oder eine Verwendung auf dem Arbeitsmarkt…»

Aus Die Befreiung der Bildung von Stephan A. Jansen

Was tun gegen Prokrastinieren?
spielart.coaching und prokrastinieren?
Schnelle, oberflächlich begründete Wechsel verhindern Vertiefung und Konzentration

Es gibt sehr viele Hinweise darauf, dass der zu häufige Wechsel von einem Zustand grosser Vertiefung und Konzentration hin zum oberflächlichen Arbeiten keine Wahl ist, die man mühelos rückgängig machen kann. Der Autor und Wissenschaftler Cal Newport nennt diesen vertieften Arbeistzustand «Deep Work». Ergebnisse der neusten Hirnforschung legen die Annahme nahe, dass wir durch häufiges Prokrastinieren und dem Springen von einem Thema zum anderen unsere gemeinsame Fähigkeit verringern, uns langanhaltend und tief zu konzentrieren. Checken von Mails, hastiges Verfassen einer SMS, schnelle Blicke auf eine Whatsapp Nachricht. wer kennt das nicht. Eine vertiefte Konzentration ist jedoch die Voraussetzung, um in persönlichen und beruflichen Frage- und Aufgabenstellungen zu fundierten, neuen und überraschenden Ergebnisse zu kommen und neue Ideen zu entwickeln. Mit spielart.berlin gewinnen wir eine forschungsgestützte neue Perspektive auf Aufschiebe- und Ablenkungsmechanismen, Prokrastinieren und Konzentrationsschwäche.

Wie fange ich denn nun den grossen Fisch?

Die Frage, die sich für uns stellt, ist, wie wir es schaffen, uns diesen Zustand von Neugier, Forschungsdrang und echter Vertiefung zurückzuerobern, wenn wir ihn verloren zu haben scheinen?

Hier bietet das kunstanaloge Coaching mit seinen intuitiven und spielerischen Herangehensweisen neue Zugänge und einen fast unerschöpflichen Erfahrungsraum. In diesem Raum kann mutig ergebnisoffen, und zweckungebunden experimentiert werden. Da nahezu jeder künstlerische Schaffensprozess anders verläuft und nicht vorhersehbar- oder planbar ist, führt er  zu überraschenden und unerwarteten Ergebnissen und Erkenntnissen. Zu Beginn gibt es vielleicht ein Thema, eine Frage, aber das Ergebnis, das Ziel lässt sich nur ahnen. Der Prozess der Entstehung ist nicht wiederholbar und funktioniert nicht nach bekannten und schon gar nicht nach üblichen Regeln. Er führt uns in eine Form von Vertiefung, die wir mit dem Tauchen in unbekannte Gewässer vergleichen können. Je nach Mut, Erfahrung, Möglichkeit und Neugier, bestimmt man die Tiefe des Tauchganges selbst. In unterschiedlichen   Schichten stösst man auf Wesen unbekannter und interessanter Art. In diesem Dialog, in dieser Begegnung liegen jene Antworten, die sich uns entziehen, wenn wir uns nicht auf die Reise in geheimnisvolle Gewässer begeben. Denn erst dort unten begegnen wir möglicherweise dem grossen, andersartigen und geheimnisvollen Fisch und indem wir ihm begegnen, begegnen wir letztlich uns selbst.

 

Tief eintauchen oder prokrastinieren?
Einheit und Integration in die Gruppe
Welche Auswirkungen hat Prokrastinieren?

„Einige Hirnforschungen zeigen, dass sich unsere feinfühligsten Emotionen über relativ langsame mentale Prozesse entwickeln. Sollte dies stimmen, befürchten die Wissenschaftler: Wenn wir beständig abgelenkt sind, und unsere Aufmerksamkeit ständig abschweift, dann könnten am Ende nicht nur unsere Gedanken seicht sein. Wir könnten auch seichtere Gefühle haben und unseren Reichtum an emotionalem Erleben verlieren – Mitgefühl zum Beispiel.“ Nicolas Carr «Wer bin ich, wenn ich online bin»

«Wer kreativ arbeitet braucht Offenheit, selbst einen Weg in der Aufgabe zu finden, selber Ideen zu entwickeln, Lösungen zu finden, die nicht „vorgesehen“ sind…Der Prozess von Empathie und Nähe mit gleichzeitiger Abgrenzung und Offenheit ist herausfordernd. Es braucht Zeit … Wenn man zu schnell auf Ergebnisse hinarbeitet, kann man die notwendigen Differenzierungen nicht mehr leisten. Es braucht Mut und Gelassenheit, kreativen Prozessen genügend Zeit zu geben, sich in dem dafür notwendigen Tempo zu entwickeln. Oft entstehen aus ersten noch zaghaften Ansätzen dann, wenn man Geduld hat, wenn man offen bleibt und wenn man dran bleibt, schöne, überraschende und vor allem eigenständige Arbeiten. « – Regula Mentha, Gründerin spielart Schweiz

Wenn Sie Zeit, Raum und das Aussen einen Moment vergessen und mal wieder spüren möchten, wie es sich anfühlt, sich im Tun zu vergessen, ganz ohne Ergebnisdruck, dann kommen Sie zu uns.

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Aneke Wehberg-Herrmann & Sohila Barfi
Aneke Wehberg-Herrmann & Sohila BarfiGründerinnen, Coaches

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