wie 2019-02-03T15:59:53+00:00

Lösungsorientiert. Systemisch. Kunstanalog.
Eine ganz kurze Begriffsklärung.

Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise, wie einem Vogel die Hand hinhalten.
Hilde Domin

Lösungsorientiert.

Der lösungsorientierte Ansatz wurde in den 1980iger Jahren in Milwaukee von den Therapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg und ihren Kolleginnen und Kollegen als eine spezielle Form der Kurzzeittherapie ins Leben gerufen und entwickelt. Sie gingen in der Psychotherapie erstmalig davon aus, dass es bei der Lösung eines Problems hilfreicher sei, sich auf die Wünsche nach positiver Veränderung, die Ziele, Ressourcen und Fähigkeiten des Klienten zu fokussieren und die Ausnahmen eines Problemes in den Vordergrund zu rücken, statt die Aufmerksamkeit auf das Problem und seine Entstehung zu richten.

Wir gehen mit einer auf eine Lösung gerichteten Einstellung grundsätzlich davon aus, dass Sie zur Gestaltung ihres Lebens und damit auch zur Lösung ihrer Probleme aus sich heraus imstande sind. Das heisst, wir gehen davon aus, dass Sie die Kompetenzen besitzen, die Sie für diese Veränderungen nutzen können, auch wenn sie im Moment verborgen scheinen oder der Zugang zu ihnen blockiert ist. Uns interessiert weniger, was Sie nicht können, als das, was Sie können. Sie sind die Expertin oder der Experte für die eigenen Belange und entwickeln Lösungsstrategien aus den eigenen Potentialen, Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen heraus.

Kreativität wird nur dann möglich, wenn wir auf der Basis verschiedener Möglichkeiten
einzigartige Kombinationen für den Augenblick treffen können.
Andras Wienands (Diplom-Psychologe, systemischer Therapeut, Ausbildungsleiter GST Berlin)

Systemisch.

Systemisch im Coaching zu arbeiten bedeutet für uns, Ihren Denk- und Handlungsspielraum mit Ihnen aufzuspüren und wahrnehmbar zu machen. Wir untersuchen die Bedingungen, die Sie brauchen, um Ihre eigenen Ressourcen aktivieren und selbstorganisiert die Dinge umsetzen zu können, die sie machen wollen.

Systemisches Denken ist keine in sich abgeschlossene Theorie. Es ist eine Haltung, eine Sicht auf Welt, die sich aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und Theoriekonzepten speist: wie z.B.  allgemeine Systemtheorie,  Konstruktivismus, Kommunikationstheorien und Chaostheorie.

Wir alle sind als Individuum ein einzelnes System, bestehend aus unserem Körper, unseren Empfindungen und Gedanken. Als dieses System leben, arbeiten und bewegen wir uns wiederum als ein Element von mehreren in verschiedenen sozialen Systemen: Familie, Kollegen, Instituionen, die Gesellschaft… die Wirklichkeit, wie wir sie erleben und in welcher wir leben, setzt sich also ständig neu zusammen und ist äußerst komplex. Eine systemische Perspektive erlaubt uns, in dieser Komplexität konkrete Handlungsspielräume zu definieren.

Aus einer systemischen Perspektive können Störungen in Systemen als Symptom gedeutet und als solches dankbar wahr- und aufgenommen werden. Symptome weisen auf die Schwachstellen hin, sind in der Regel aber nicht die Schwachstelle selbst. Sie zeigen uns, dass etwas verändert werden will, um als Ganzes gut und gesund weiter bestehen zu können. Fangen Sie an, liebevoll auf diese Weise in und auf die Welt zu sehen, wird vieles überraschend anders.

Kunst schafft Freiräume, in denen Menschen ihre Erinnerungen und Gefühle,
ihre Vorstellungskraft, ihre Gedanken über die Vergangenheit und die Gegenwart
befreien und in denen sie ihre Zukunft erfinden können, anstatt auf sie zu warten.
frei nach Augusto Boal

Kunstanalog.

Kunstanalog im Coaching zu arbeiten heisst, den gewünschten Veränderungsprozess durch künstlerisches Denken, Wahrnehmen, Handeln und Reflektieren in Gang zu setzen.
Es bedeutet, künstlerische Handlungsstrategien übertragbar zu machen in Ihre alltäglichen Lebensbereiche.

Künstlerische Strategien sind z.B. sich Herantasten, Suchen und Sammeln, Explorieren, Experimentieren, Fragen stellen, Überprüfen,  Beobachten, Verwerfen, von neuem Probieren, Reduzieren, Fragmentieren, Dynamisieren, Zweifeln und Entscheiden.
Kunstschaffende spielen mit diesen Strategien, sie wechseln ständig zwischen Wahrnehmungs- und Beobachtungsphasen und Handlungs- und Gestaltungsphasen. Um in einem künstlerischen Prozess kreative Impulse aufnehmen und etwas Neues entstehen lassen zu können, müssen Kunstschaffende differenziert und vorurteilsfrei wahrnehmen, beobachten und beschreiben können. Sie sind in der Lage die Perspektiven zu wechseln und können sich auf unbekanntem Terrain neugierig bewegen. Sie sehen Krisen in Prozessen nicht als Problem, sondern als Phase, aus der heraus Neues entstehen kann.

Das Ziel eines kunstanalogen Coachings ist eine Erfahrung zu machen, in der sie sich anders erleben, als im Problem verhaftet.
Durch künstlerische Prozesse verändern sich Ihre Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsweisen. Zusätzlich zu den rationalen Auseinandersetzungsformen mit der Welt regen Sie ihre intuitiven Wahrnehmungs- und Ausdrucksebenen an, entwickeln eigene konstruktive Lösungen fernab von bekannten Mustern und begreifen Krisen als Zeiten des Wandels.